Wund im Schritt(und in der Seele)
Text: Peter Volksdorf


In einer dieser Nächte in der Bar zum Papagei
ist es schummrig, ich bin traurig und die Zeit schleppt sich vorbei.
Die Nacht zieht sich wie Kaugummi schon tausendmal gekaut,
bleib´ ich sitzen oder geh´ ich, bevor´s mich ganz zusammenhaut.

Ich glaub´ ich spring´ gleich aus dem Fenster und bleib´ liegen wo ich bin,
so ein fulminanter Abgang, das krieg´ ich schon noch hin.
Wenn Du willst erzähl´ ich alles was mich drückt und was mich sticht.
Sei unbesorgt, mein Schatz, die Wahrheit ist es nicht!

Die angewelkte Frau mit erdbeerrot geschminktem Mund
setzt sich auf mich und ich fall´ in Ihren Busen, groß und rund.
„Komm wir tanzen einen Tango, steck die Zunge in mein Ohr,
lutsch´ es aus wie eine Mango, hol die Lüsternheit hervor.“

Ich glaub´ ich spring´ gleich aus dem Fenster und bleib´ liegen wo ich bin,
so ein fulminanter Abgang, das krieg´ ich schon noch hin.
Wenn Du willst erzähl´ ich alles was mich drückt und was mich sticht.
Sei unbesorgt, mein Schatz, die Wahrheit ist es nicht!

Die Geiger spielt sein Instrument als ob er Tiere quält.
Sie hat mich festgeklemmt und fragt mich, ob es mir gefällt.
„Jetzt nimm das Tempo runter, sonst komm ich nicht mehr mit,
vom Hin und Her Geschiebe bin eh´ schon wund im Schritt.“

Ich glaub´ ich spring´ gleich aus dem Fenster und bleib´ liegen wo ich bin,
so ein fulminanter Abgang, das krieg´ ich schon noch hin.
Wenn Du willst erzähl´ ich alles was mich drückt und was mich sticht.
Sei unbesorgt, mein Schatz, die Wahrheit ist es nicht!