Strassenkoeterwalzer
Text: Peter Volksdorf


Es regnet wie Teufel auf Mensch und auf Vieh.
Er steht wieder im Frein, ihm schlottern die Knie.
Er sieht aus wie ein Arschloch, verloren wie nie.
Sein Hund führt ihn an, pisst an jeden Pfosten,
läuft von Haufen zu Haufen, muß überall kosten.
Ein Scheiß-Hundeleben!

Er säuft damit er vergisst, daß er lebt.
Er schläft, damit er vergisst, daß er trinkt.
Er schlurft durch den Tag und fällt durch die Nacht.
Ein Leben das tierisch zum Himmel stinkt.

Er lebt aus dem Müll, frisst von Andern die Reste,
weiß Gott kein Idyll, doch es ist noch das Beste.
Er muß niemanden bitten, sich keinem erklären,
scheiß auf die Sitten, er muß sich ernähren.
Sein Hund führt ihn an, pisst an jeden Pfosten,
läuft von Haufen zu Haufen, muß überall kosten.
Chor in der Pause: Ein Scheiß-Hundeleben!

Es war alles mal besser, mit Frau, Haus und Geld,
dann läuft er ins Messer, rutscht aus und fällt
von oben nach unten. Sein Weib sagt ade.
Er hat´s nie verwunden, es tut ihm noch weh.
Sein Hund führt ihn an, pisst an jeden Pfosten,
läuft von Haufen zu Haufen, muß überall kosten.

Worauf soll er noch warten - es gibt nichts was sich lohnt.
Sein Haus und sein Garten ist die U-Bahnstation.
Er wollt´s nicht so haben - so läuft es nun mal.
Ein geschlagener Mann, sein Leben ist Qual.
Sein Hund führt ihn an, pisst an jeden Pfosten,
läuft von Haufen zu Haufen, muß überall kosten.

Chor in der Pause: Ein Scheiß-Hundeleben!