Huehnerdjango
Text: Peter Volksdorf




Im Kaff wo Fuchs und Hase schlafen, die Luft nach Mist stinkt und nach Schafen,
wohnt Django wie ihn alle nennen und züchtet seine blöden Hennen.
In seinem bisherigen Leben, ging das was schiefgeh´n kann daneben,
jetzt will er´s haben wie die Andern und auf der Sonnenseite wandern.

Der Hühnerdjango dreht den Gaszug auf, läßt seinen Trieben freien Lauf.
Er will daß es an seiner Naht vibriert, und er den Druck von unten spürt.

Er stopft sein Geld in ein Motorrad und träumt davon was er noch vorhat,
wenn er extatisch seinen Lack pflegt und sich der Docht in seiner Jeans regt.
Mit seinem aufgebohrten Chopper kommt er sich vor wie Dennis Hopper
auf seiner Reise in den Westen, um dort die Hühner abzutesten.

Der Hühnerdjango dreht den Gaszug auf, läßt seinen Trieben freien Lauf.
Er will daß es an seiner Naht vibriert, und er den Druck von unten spürt.

Er würd´ so gern den Jet-Set rammeln und ist doch nur am Körbe sammeln
und weil halt nie ein Mädel da is´, da raucht er kiloweis´ Cannabis.
Dann läßt er alle Zügel schleifen und dreht so durch wie seine Reifen
im Hof in all der Hühnerscheiße - ich glaub´ das wird nix mit der Reise.

Der Hühnerdjango dreht den Gaszug auf, läßt seinen Trieben freien Lauf.
Er will daß es an seiner Naht vibriert, und er den Druck von unten spürt.